27.07.2010 Monistrol – Monestir de Montserrat

Abschiedsblick auf Monistrol de Montserrat

Früh am Morgen lösten wir unser Nachtlager in Monistrol auf. Der Spielplatz lag direkt am Abstieg zu dem wundervollen Weg am Llobregat nach Montserrat. Auf der anderen Seite des Flusses sahen wir die andere Seite von Monistrol.

Der Llobregat und Monistrol, darüber das Bergmassiv von Montserrat

Unser morgendlicher Schwung führte uns diesmal schnell auf dem Weg zum Aeri, diesmal schafften wir die angegebene Zeit von 25 Minuten. Die Morgenröte färbte die oberste Felsenschicht von Montserrat in rosa – orange ein, jawohl: Montserrat, wir kommen!

Montserrat im Schimmer der Morgenröte

Wir überquerten die Brücke und liefen zu dem gelben und roten Haus, das uns gestern der Mann vom Aeri gezeigt hatte, dort sollte unser Aufstieg beginnen, ca. 500 m auf der Landstraße. Die Morgenfrische war einfach fantastisch, der Körper war voller Lauflust, wenn auch ein wenig hungrig, den wir hatten unsere Essensvorräte seit St. Cugat nicht aufgestockt. Mir kam ein Lied in den Kopf, dass ich sofort zu singen begann:

All Morgen ist ganz frisch und neu
des Herrn Gnad und große Treu
sie hat kein End den langen Tag
drauf jeder sich verlassen mag.


Begnadet: Brombeeren zum Frühstück

Ja, und dann stellte sie sich sofort ein – des Herren Gnad! Bei unserem letzten Camino hatten wir uns häufig am Wegesrand mit Brombeeren erfrischt und gestärkt. Doch bisher hatten wir erkannt, das es noch nicht Zeit war für Brombeeren, sie waren gerade erst am reifen. Doch hier, in diesem Moment und an diesem Ort gab es reife Brombeeren und damit ein frisches Obstfrühstück, so richtig mehrere Hände voll. Von der Seite http://www.ernestopauli.ch über Brombeeren kopiere ich mal hierhin, was wir da Schönes bekamen: „Brombeeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie enthalten viel Calcium, mehr als alle anderen Beerensorten und sind reich an Kalium, Magnesium, Kupfer, Beta-Carotin und Vitamin C. Außerdem liefern sie Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung und Sättigung unentbehrlich sind. Zusätzlich sind sie sehr reich an Flavonoiden (blaue Farbstoffe), die immunstimulierend wirken und anderen heilsamen Pflanzenstoffen. Insgesamt kräftigen die Nährstoffe der Brombeeren das Bindegewebe und die Gefäßwände. Brombeersaft wird auch gerne bei Halsschmerzen und Heiserkeit eingesetzt.“ Konnten wir alles gut gebauchen … gebrauchen! Vor allem das Magnesium für unsere Muskeln…

Da geht's hoch! Aufstieg nach Monistro - noch ganz motiviert!

Es gibt viele Wege nach Montserrat, unser Weg heißt „Cami de l’Aigua“, da wir an dem Haus der Wasserversorgung von Montserrat starten und wir immer wieder an den Wasserrohren entlangklettern. Da wir eigentlich gar keinen Weg sahen, wussten wir, jetzt wird es schmal und steil! Noch waren wir bis an die Haarspitzen motiviert, freudig und eben frisch! Auf dem Schildchen da neben mir stand ja auch: nur 1 Stunde und 15 Minuten … also fast nichts, oder? Doch dann kam es, das dicke Ding, ein Aufstieg von 140 Meter (Station Aeri) auf 750 Meter, d.h. 600 m Höhenmeter. Der Weg wurde schmal und lief im Zickzack den Berg hinauf, über viele Steine und natürliche Treppen oder einige, die in die Felsen geschlagen waren oder sogar gegen Ende einige betonierte. Ohne große Kommentare einfach mal ein paar Bilder.

Trittsteine...

Klettern auf natürlichen Treppen

Camí de l'Aigua: Vorn das Wasserrohr

Santiago, der Steinbock aus den Anden, ist ganz in seinem Element!

Jawohl, hier hinter dem Felsen entlang...

Zwischen den Felsen

Para subir al cielo se necesita una escalera grande y otra chiquita - um in den Himmel aufzusteigen benötigt man eine große Treppe un eine andere kleine (Strophe aus "La Bamba")

Ohne Pause geht es bergauf, bald kletterten wir hinter den Felsen entlang, die Wasserrohre steigen fast senkrecht in die Höhe. Danken wir den Felsen für ihren Schatten, ebenso den Büschen und Bäumchen, die den Weg säumen und uns immer mal wieder auch Halt und Stütze bieten. Zwei Fuß breit ist der Weg, mehr nicht. Dafür werden wir zwischendurch immer wieder durch den grandiosen Ausblick belohnt.

Die Hügelketten um Montserrat in gleißender Sonne

Eine Joggerin, die fröhlich die Treppenstufen hinabhüpft, kommt uns entgegen. „No falta mucho!“ ruft sie uns zu, „Fehlt nicht mehr viel!“, der Ermunterungsruf der Spanier für den erschöpften Pilger, egal, wo auf dem Weg er sich befindet😉 Jaaa, jetzt kommen die Treppen, eine nach der anderen, wenn wir Glück haben mit metallenen Handläufen, mit denen man sich die steilen Stufen hinaufziehen kann, noch mehr Glück, wenn sie an beiden Seiten der Treppe verlaufen.

Die hiesige "Jakobs"-Leiter der Wasserwerker

Es dauert nich eine Stunde und 15 Minuten, die brauchte wahrscheinlich die Joggerin abwärts, aber nach 2 1/2 Stunden langen wir am unteren Ende des gewaltigen Klosterkomplexes von Montserrat an. Ich sang überwältig und vor Freude laut die schöne und wahre Hymne aus St. Cugat: „El Señor nos hace maravillas. Gloria als Señor!“ Es hieß aber nicht, dass nun der Aufstieg vorbei ist, nein, hier wird nun der Weg breiter und wir treffen wieder auf andere Menschen.

Ay, arriba, arriba - por ti sere. So kommen die anderen an: mit dem Aeri oder mit der Cremallera.

Nach links geht ein Weg an den Felsen entlang ab, an dem sich viele Skulpturen befinden. Wie ich später erfahre, ist es der Camí de la Santa Cova, der Weg zur heiligen Höhle. Bald entdeckte ich, dass es sich bei den Skulpturen um die Geheimnisse des Rosenkranzes handelt. Vielleicht würden wir uns später an ihm entlangbeten, wenn wir wieder Lust hätten, uns an diesem Tage nochmals zu bewegen und die ganze Strecke herunter und danach wieder hinauf zu klettern…

Wir passierten die Bahnstation der „Cremallera“, der Eisenbahn, die von Monistro nach Montserrat heraufführt. Diese Bahnstrecke gibt es schon seit über 100 Jahren!  Und natürlich die Bergstation der Seilbahn Aeri, die wir heute früh vor dem Aufstieg passiert hatten. Endlich kommen wir im Klostergelände an und vom Informationsbüro werden wir als Pilger den Berg hoch zum Büro für Pastoralangelegenheiten geschickt. Dort treffen wir auf Carlas, der uns – ganz abseits vom nun einsetzenden Getümmel – freundlich und in aller Ruhe empfängt, wir fühlen uns sehr willkommen. Er stempelt uns unsere Credenciale und verkauft uns neue, die im Heiligen Jahr ganz anders aussehen: Sie tragen die Aufschrift „año santo compostelano“ und „encaminate(mach dich auf den Weg!)“, zeigen einen bunten Strom von Pilgern, die durch die Puerta Santa, die Heilige Pforte, in die Kathedrale von Santiago strömen. Noch nutzen wir ja erstmal unseren alten Credencial von vor 3 Jahren zuende. Als wir uns über den günstigen Preis wundern, macht er uns darauf aufmerksam, dass auf dem Credencial „Donativo: 0,50 €“ draufsteht. Wer mehr verlangt, macht daraus „Seins“. Bei der Jakobusgesellschaft Berlin-Brandenburg haben wir vor dem ersten Camino 6,50 € bezahlt…

Mit dem Berg verschmolzenes Montserrat

Als Pilger wurden wir in Montserrat kostenlos aufgenommen. Es gibt 3 Pilgerzimmer, einen Comedor/Speiseraum, eine Küche und Duschen/WCs für Pilger. Das Haus liegt ganz in der Mitte des Klostertraktes gegenüber vom Hotel und ist in ein Netz eingehüllt – ein wenig Baustelle. Über eine kleine Brücke kommen wir dorthin, ganz romantisch. Nun waren wir seit Samstag früh ohne Wohnraum, jetzt ist es Dienstagmittag, daher ist – sorry – erstmal die Grundvesorgung dran: duschen, Wäsche waschen, etwas zu Essen kaufen (gibt es extra einen Laden hier oben) und in Ruhe erstmal etwas frühstücken (da war ja noch nix außer den Brombeeren), da ist es auch schon kurz vor zwölf.

Das rechte Gebäude neben dem Tor nach Montserrat ist die Pilgerherberge - allerdings nicht nur...

Um zwölf soll es eine Messe geben, um elf gab es auch schon eine, aber da waren wir einfach noch nicht so weit. Wir laufen zur Basilica hinüber und sind – einfach platt! Das ist ja wirklich riesig! Über dem Eingang der Basilika sieht man die 12 Apostel und ja – die dagegen winzige Gestalt mit dem gelben T-Shirt ist Santiago.

Eingang zur Basilika von Montserrat

Netz der Marienwallfahrtsorte in aller Welt

Auch wenn Montserrat gerammelt voller Besucher ist, in der Kapelle zelebriert der Priester ganz allein die 12-Uhr-Messe. Wir schlüpfen hinein, es kommen noch 3 Leute dazu. Das ist alles. Unsere Messe in Montserrat, in diesem Fall bei all der Größe ein sehr intimer Moment.  Ansonsten kam mir Montserrat sehr touristisch und wenig spirituell vor, aber auch die Touristen nicht sehr spirituell. Obwohl um dezente Kleidung gebeten wurde, waren viele Mädchen und Frauen sehr leicht bekleidet und – im Stil a la Britney Spears. Ich beobachtete ein paar Mädchen, wie sie sich gegenseitig auch in im Vorhof der Kirche mit den Heiligen in vergleichbaren, aufreizenden Posen fotografierten. Allerdings war alles auch recht teuer, die Hotelzimmer, die Preise in den Restaurants. Aber zumindest war die Besichtigung der Kirche und der Gang zur Jungfrau frei und kostenlos. Das sollten wir immer wieder erfahren.

Außen an der Seitenwand befindet sich eine Tafel mit den größten Marienwallfahrtsorten, in der obersten Reihe Start und Ziel unseres letzten Caminos – Lourdes und Fátima, aber auch Einsiedeln, Altötting und Tschenstochau.

Berg und Kloster, innig verschmolzen

Wir traten vor die Kirche und waren noch einmal hin und weg – von dem Panorama und nun ehrlich gesagt von all der Anstrengung und Umstellung der letzten Tage und dem wenigen Schlaf der letzten Nacht. Wir gingen zurück zu unserem Herbergszimmer, um in Ruhe ein Mittagsschläfchen zu halten. Leider erst um fünf Uhr wachten wir wieder auf. Eigentlich hatte ich mehr Zeit mit dem Entdecken von Montserrat verbringen wollen, doch der Körper hatte nun auch sein Tribut gefordert.

Und so, wie bei meinem Besuch in Tschenstochau, ist gegen Abend auch die lange Schlange vor der schwarzen Madonna weg. Wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt, muss man nicht anstehen! An der rechten Seite verläuft der Weg zur Madonna vorbei an den Kapellen von Petrus, Ignatius von Loyola, der hier auch eine Zeit lang lebte und große Wandlung erfuhr, dem heiligen Martin, dem heiligen Josef de Calassanç und dem Ordensgründer des hiesigen Klosters, dem heiligen Benedikt. Durch das Tor der Engel – la Puerta Angélica – geht es die Treppe „Escalera de las Santas“ hinauf in die Kammer hinter dem Altar. An den Wänden sind hier weitere Heilige – alles Frauen, links Mütter, rechts „Jungfrauen“ – gemalt, die einen auf diesem Weg begleiten. Ich erinnere besonders Teresa von Àvila, die rechts ganz oben steht. Wir sind fast allein, ist das schön, wir haben Zeit, statt in Reih und Glied und nur sekundenweise vorbeizuziehen.

Ja, und dann ist sie da, la „Mare de Déu“, wir können die schwarze Virgen von ganz nahe sehen und sie sogar berühren können, indem wir die Hand auf die Kugel in ihrer Hand legen, denn der Rest der Virgen ist hinter Glas eingekastelt. Ich lasse mir Zeit, damit dieser Moment wichtig werden kann, bete ein Ave Maria, um mich einzustimmen und bei ihr anzumelden: „Gegrüßet seist Du, Maria, voll der Gnaden…“ wie einst der Erzengel Gabriel. Um was will ich sie bitten? Und dann kommt der Wunsch: „Ich bitte Dich, heilige Jungfrau Maria, um die Kraft, dass ich die Mission dieser Reise, die Gott mir mitgibt, auch wahrhaft erfüllen kann.“ Ich lege meinen Camino im heiligen Jahr hier nun in ihre feingliedrigen Hände. Und so lege ich meine Hand auf die Kugel. Und nach kurzer Zeit beginnt etwas wie ein warmer Strom durch meine Hand in mich zu fließen … und mit dem Strom kommen Wärme, Leichtigkeit, Gewissheit. Uuuaaahhh, dass diese Dinge wirklich wahr werden, von denen manche erzählen! Ich habe etwas bekommen, ganz deutlich.

Der große Augenblick mit der „Mare de Deu“ in Montserrat

Noch war es mir nicht offenbar, was aus Gottes Sicht Ziel und Zweck der Reise sein würde, aber es gab da etwas und es hat in diesem Moment in mir durch die Universumskugel in der Hand der heiligen Jungfrau Platz genommen. Herzlichen Dank dafür! Santiago fotografierte mich dabei und als ich fertig war, da fotografierte ich ihn! Ich war noch so eingenommen, dass ich erst die Kamera falschrum hielt, aber dann habe ich es noch geschafft, auch für ihn diesen Moment festzuhalten. Und danke dafür, dass wir ausreichend Muße hatten.

Nun kurz die Legende zu Montserrat: Um das Jahr 880 A.D. wurde auf dem Berg Montserrat (geschnittener Berg) in einer Höhle eine Marienfigur von Hirtenjungen gefunden. Die Figur sollte dann nach Manresa überführt werden, konnte aber nicht bewegt werden, weil sie so schwer war. Dies wurde vom Bischof als der Wille Mariens gedeutet, genau hier zu bleiben. So ordnete er an genau diesem Platz den Bau einer Ermita in Montserrat an, die diese Statue beheimatete. Die heutige Figur stammt ungefähr aus dem Jahr 1200. Sie ist ungefähr 1 Meter hoch und vergoldet, nur Hände und Gesicht sind dunkelbraun. Im Volksmund heißt sie zärtlich „La Moreneta“, das heißt „die kleine Braune“. Manche sagen, die dunkle Farbe ist durch die vielen Kerzen entstanden, doch es gibt einige schwarze Madonnen, so dass auch diese so dunkel geschaffen wurde. Andere schwarze Madonnen gibt es z.B. in Tschenstochau, in Einsiedeln, Altötting und Loretto.

Hinter dem Altar befindet sich ein stiller Raum, in dem man beten kann. Das wollte ich in Ruhe tun, aber dann kamen zwei Frauen mit zwei Wagen mit Bergen von Blumen und großen Glasvasen, die sie mitgebracht hatten und der Virgen widmen wollten. Einer der Mönche half ihnen, dieses große Werk in Angriff zu nehmen. Mit der Ruhe und Versenkung war es allerdings vorbei, daher räumte ich das Feld, dieser Vorgang hatte seine eigene Wirklichkeit und Wichtigkeit, die ich respektieren wollte. Es würde noch Gelegenheit geben. Beim Hinausgehen fand ich einen Flyer auf Italienisch, den ich einpackte und bis nach Berlin getragen habe, um ihn meiner Freundin Francesca mitzubringen.

Auf dem Weg hinaus durchquerten wir den Camino del Ave Maria, einen Gang voller Kerzen. Hunderte von Votivkerzen in bunten Farben standen dort, hunderte von Gebetsanliegen, die Maria auch anvertraut waren.

Als wir wieder in die Kirche zurückkehrten, wurde dort der Rosario gebetet – aber war das armselig gegenüber dem, was ich sonst an Rosarios in spanischen Kirchen kannte. Vorn saß ein einsamer Vorbeter, der keine Antwort bekam, obwohl Menschen in der Kirche waren. Es wurde einfach weiter besichtigt, und wer dort saß, der antwortete nicht. Ich setzte mich hin, und begann, hier doch nun endlich einen Rosario mitzubeten.

Nach dem Rosario füllten sich die Reihen auf dem Altar, die Mönche von Montserrat kamen zur Vispera. Ich spürte ein Gekrabbel in meinen Haaren und fand ein Tier darin, größer und ganz anders als eine Kopflaus. Ich fragte Santiago, ob er wüsste, was das wäre, z.B. ob das eine Wanze wäre, über die man ja jetzt auf dem Camino so viel hören würde. Für ihn war es keine Wanze, naja, ich setzte das Tier weit weg von mir. Mein Sohn hatte mir mal Kopfläuse zuhause eingeschleppt, das hatte mir echt gereicht. Selbst wenn die Tiere nicht mehr da sind, hat man immer noch das Gefühl als ob. Über Wochen hatte ich immer wieder meinen Läusekamm dabei, um mich davon zu überzeugen, dass das Gekrabbel nur eingebildet war.

Mit Wechselgesang zauberten die Mönche in der Vispera eine ganz zauberhafte, entrückte Stimmung in der Basilika, die besondere Qualität des Ortes wurde nun intensiver spürbar. Vom touristischen Besichtigungsort wandelte es sich zum Heiligen Ort – wohl dem, der dort so lange warten konnte, um es zu erfahren. Die Seele entspannte und stimmte sich ein. Angekommen, befähigt zum Einlassen.

Rosenkranzgeheimnis: Das Gebet Jesu in Gethsemane

Nach der Vispera machten wir uns tatsächlich auf den Weg zum Rosario Monumental, den wir schon bei der Ankunft entdeckt hatten. Was ist das: Es ist ein Weg, an dem zu jedem Rosenkranzgeheimnis sich eine Skulptur oder etwas anderes Gegenständliches befindet.

Zwischen den Skulpturen ist die We

Rosenkranzgeheimnis: Jesu Aufstieg mit dem Kreuz nach Golgatha

gstrecke, auf der man das Geheimnis der jeweiligen Skulptur dann beten kann. Schon beim Pilgern auf dem Jakobusweg in Hessen hatte ich mir am Steinhauck einmal den Rosario auf einer Treppe betend erlaufen. Wir stiegen hinab und ich begann, den Rosario zu beten und betete hintereinander die Geheimnisse des freudenreichen und des schmerzreichen Rosenkranzes, bis ich bei der Kreuzigung ankam.

Rosenkranzgeheimnis: Die Kreuzigung

Santiago fotografierte währenddessen die Skulpturen und lief bis zum Ende des Weges, bis zur heiligen Höhle. Es schon spät, als wir uns wieder trafen, es wurde dunkel und unser Rückweg war noch lang. Ich beendete mein Gebet am Kreuz, aber das ist ja auch völlig in Ordnung.Wir liefen zurück, stiegen wieder hinauf zu unserem Pilgerstübchen.

Da hörten wir Musik, Gesang: Neugierig machten wir uns auf die Suche und trafen vor dem Tor unter den großen Bäumen eine Gruppe von hauptsächlich jungen Leuten am Singen. Einer der Mönche war bei Ihnen und brachte ihnen auf eine wundervoll freundliche Art Lieder bei, die sie dann fröhlich sangen, aber sie stimmten auch eigene Lieder an. Es muss wohl ein sangesgeübte Gruppe, wenn nicht ein Chor gewesen sein, denn sie sangen in unterschiedlichen Höhen. Einige begannen zu den Liedern auch eine Sardana zu tanzen. Wir setzten uns hinzu und hörten zu, ja, hier war wieder der Geist und Einheit wie Einklang vorhanden, was wir suchten und zu entdecken hofften, eine runde, warme, fröhliche Stimmung, dazwischen ein Mann Gottes, der auch locker und so ansteckend freudig war.

„Wo man singet, lass dich ruhig nieder,
Ohne Furcht, was man im Lande glaubt;
Wo man singet, wird kein Mensch beraubt;
Bösewichter haben keine Lieder.“

Gottfried Seume

Ein sehr schöner Tagesabschluss im Kloster von Montserrat! Über unser Brückchen kehrten wir in unser Zimmer zurück und schliefen wunderbar müde ein.

Hier ist die Webseite von Montserrat (auf Englisch mal).

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