24.07.2010 Velbert – Barcelona

Bis spaet in die Nacht hatte ich den 50. Geburtstag meiner Schwester mitgefeiert. Am naechsten Morgen brachen wir auf . Wir hatten zwar erst am Abend einen Flug von Frankfurt Hahn, was eigentlich mitten in der Pampa im Hunsrueck liegt – also weit weg von Frankfurt, nach Girona in die Naehe von Barcelona. Doch wir wollten uns genug Zeit lassen, um nach Hahn auch anzukommen.

Mein Schwager brachte uns zu unserer Glückstrampstelle Solingen Ohligser Heide. Auf dem Fest hatten mir noch alle vom Trampen abgeraten, weil der Flughaben so weit im Abseits liegt. Doch mein Gottvertrauen war ungebrochen. Und es hat geklappt. Schon nach 10 Minuten hatten wir eine Mitfahrgelegenheit. Und wie es sich entwickelte, hat uns das superfreundliche Paerchen, Tanja und Julian aus Bottropp, nicht nur mitgenommen, sondern uns direkt bis zum Flughafen Hahn gebracht. Danke dafuer, ganz herzlichen Dank.

Den Tag haben wir hauptsaechlich mit Nickerchen verbracht. Einmal beobachtet ich mittendrin einen Mann, der – ungelogen – 9 Hosen übereinanderzog und ca. 10 T-Shirts und Pullover, bis er fast doppelt so dick war wie vorher und sich totschwitzen musste. Dafür hatte er dann nur noch ein Gepäckstück. Echt – was manche alles tun, um zu sparen! Stellt Euch vor, der hatte jetzt noch ca. 2 Stunden Einsteigezeit und dann vielleicht noch einen Flug von 4 Stunden…

Erst abends waren wir fertig dran mit Einsteigen. Der Flieger hatte Verspätung, fast eine Stunde. Kurz nach 22.oo Uhr kamen wir in Girona an. Wir wollten es hier auch zunaechst mit einer Mitfahrgelegenheit probieren. Und wir fanden auch eine, ein schottisches Paerchen auf eine aufregendes Fahrt mit. Der Mann fuhr wie ein Henker und die Frau quietschte vor Aufregung und Schrecken. Wir hatten deutlich das Gefühl, dass der Fahrer betrunken war. Beide beteten wir und baten den Erzengel Michael um Schutz und Sicherheit auf unserer Reise. Danke dafür, dass wir heil die Fahrt beenden konnten, das war sehr knapp, als er einmal einen Kreisverkehr übersehen hatte, das roch sehr nach Gummi und Bremsbelag.

Sie nahmen uns mit nach Arenys, von da aus stiegen wir in den lokalen Bus nach Barcelona und kamen gegen Mitternacht auf der Plaza Catalunya an. So hatten wir pro Person 9 Euro gespart, dafür weniger die Nerven. Wir liefen sofort los in Richtung Barceloneta, das ist der Strand von Barcelona.

Die Stadt war gepackt voller Menschen, fast mehr als am Tage. Am Strand suchten wir uns eine passende Schlafgelegenheit, es war schliesslich eine Oversize-Bank nahe des Yachthafens, wo wir Matte und Schlafsack auspackten und einschliefen.

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